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Erklärvideo oder Imagefilm: Welches Format braucht dein Unternehmen?

Christian Schmitz
Geschrieben von

Christian Schmitz

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10 Min.

Dieser Artikel gibt dir die Entscheidungsregel vorab, einen ehrlichen Preisvergleich aller Erklärvideo-Stile und einen Entscheidungsbaum in fünf Fragen. Am Ende weißt du, welches Format du zuerst brauchst — und warum es oft auf beide hinausläuft.

Erklärvideo oder Imagefilm? Die Kurzantwort: WER vs. WAS

Merk dir eine Regel, dann hast du 80 % der Entscheidung:

Der Imagefilm zeigt, WER ihr seid. Er transportiert Emotion, baut Vertrauen auf und stärkt Marke und Arbeitgeberauftritt. Er beantwortet die Frage: „Will ich mit diesen Leuten arbeiten?”

Das Erklärvideo zeigt, WAS ihr anbietet und WIE es funktioniert. Es schafft Verständnis für ein Produkt oder einen Prozess — und zielt direkt auf Conversion. Es beantwortet die Frage: „Löst das mein Problem?”

Die ehrliche Ergänzung: Die meisten Unternehmen brauchen beides — nur nicht gleichzeitig. Erst das eine, dann das andere. Welches zuerst, hängt davon ab, wo es bei dir gerade hakt: an Bekanntheit und Vertrauen oder an Verständnis und Anfragen.

Erklärvideo und Imagefilm im Direktvergleich

KriteriumImagefilmErklärvideo
ZielVertrauen, Markenbild, ArbeitgeberattraktivitätVerständnis, Anfragen, Conversion
KernfrageWer seid ihr?Was bietet ihr an — und wie funktioniert es?
TonalitätEmotional, bildstark, Musik trägtKlar, strukturiert, nutzenorientiert
Länge60–180 Sekunden60–120 Sekunden
EinsatzortStartseite, Über-uns, Messe, KarriereseiteProduktseite, Landingpage, Sales-Termin, Onboarding
Typische Kosten (marktüblich)ca. 4.500–30.000 €, Mittelstand meist 8.000–18.000 €ca. 1.500–15.000 € je nach Stil
Lebensdauer2–4 Jahre (bis zur nächsten Repositionierung)Solange das Produkt unverändert bleibt, oft 1–3 Jahre

Zwei Punkte aus der Tabelle verdienen einen zweiten Blick.

Der Einsatzort entscheidet mit. Ein Imagefilm gehört dorthin, wo Menschen dein Unternehmen zum ersten Mal einordnen: Startseite, Messestand, Karriereseite. Ein Erklärvideo gehört dorthin, wo eine konkrete Kaufentscheidung reift: Produktseite, Landingpage, in die E-Mail nach dem Erstgespräch. Ein Erklärvideo auf der Startseite verkauft zu früh. Ein Imagefilm auf der Produktseite erklärt zu wenig.

Zu den Imagefilm-Kosten nur so viel: Marktüblich startet ein professioneller Imagefilm bei rund 4.500 € netto und reicht je nach Drehtagen, Locations und Anspruch bis etwa 30.000 €, Kampagnen liegen darüber; im Mittelstand sind 8.000 bis 18.000 € typisch. Was den Preis im Einzelnen treibt und welches Paket wofür reicht, haben wir im Pillar-Artikel „Was kostet ein Imagefilm?” ausführlich aufgeschlüsselt — hier geht es um die Format-Entscheidung.

Erklärvideo-Stile im Überblick — mit ehrlichen Preisen

„Erklärvideo” ist kein Stil, sondern eine Aufgabe. Für dieselbe Aufgabe gibt es vier sehr unterschiedliche Umsetzungen — mit sehr unterschiedlichen Preisen:

StilMarktüblicher PreisStärkeSchwäche
Legetechnik / Whiteboard1.500–4.000 €Günstig, schnell, bewährtSieht aus wie tausend andere
2D-Animation2.500–7.000 €Flexibel, markenfähig, skaliert gutAustauschbare Optik, wenn ohne eigenes Design
3D-Animation5.000–15.000 €Zeigt Technik, die man nicht filmen kannTeuer, lange Produktionszeit
Realfilm mit Presenter (Studio)selten als Paket; bei CREAVE ab 3.900 €Echte Menschen, Vertrauen, WiedererkennungBraucht eine Person, die vor die Kamera will

Zur Einordnung: Große Animationsanbieter kalkulieren marktüblich mit 2.000 bis 7.500 € pro Videominute. Die Spannen oben sind Marktpreise für solide Qualität — nach unten geht immer, nach oben auch.

Was Realfilm-Erklärvideos bei CREAVE kosten

Wir haben uns auf die Realfilm-Variante spezialisiert und produzieren sie im Studio unserer Schwesterfirma Robidia in Frechen bei Köln — mit KI-gestütztem Kamera-Tracking und Greenscreen. Das heißt: Presenter im Bild, Grafiken, Zahlen und UI-Elemente sauber eingebunden, ohne Animationsstudio-Preise.

Erklärvideo Studio — ab 3.900 € netto. Halber Studio-Drehtag im KI-Studio, fertiges Video mit 60–90 Sekunden, Motion-Design-Inserts für Zahlen und Interfaces, Untertitel und 2 Cutdowns für Social Media.

Erklärvideo Animation+ — ab 6.900 € netto. Mixed Media: Realfilm plus 2D-Animationssequenzen, bis 2 Minuten Länge. Für Themen, die einen Menschen und animierte Prozessdarstellung brauchen.

Serienstaffel: bis zu −20 % ab Video 2. Wenn Setup, Stil und Sprecher stehen, wird jedes weitere Video derselben Serie günstiger. Dazu unten mehr — die Serienlogik ist das eigentliche Sparpotenzial.

Soll niemand vor die Kamera, gibt es das animierte Erklärvideo Motion Design ab 2.900 € netto. Die meisten Erklärvideos bewegen sich bei uns zwischen 3.500 und 8.000 €. Jedes Projekt kalkulieren wir einzeln, den Festpreis für deinen Umfang bekommst du nach dem Erstgespräch im Angebot.

Warum Realfilm-Erklärvideos im B2B oft besser konvertieren

Die meisten Erklärvideos im Netz sind Animationen. Das hat einen einfachen Grund: Sie lassen sich industriell produzieren. Für dich als B2B-Anbieter ist das eine Chance, denn im B2B kauft niemand von einer Comicfigur.

Ein Gesicht schafft Vertrauen. B2B-Entscheidungen sind Vertrauensentscheidungen — es geht um lange Verträge und interne Rechtfertigung. Ein echter Mensch, der das Produkt in 90 Sekunden erklärt, wirkt wie ein kompetentes Erstgespräch. Eine Animation wirkt wie eine Broschüre.

Echte Menschen statt austauschbarer Optik. Animationsstile ähneln sich. Wenn dein Video aussieht wie das deines Wettbewerbers, zahlt es auf niemandes Marke ein. Dein Team ist nicht kopierbar.

Wiedererkennung im Vertrieb. Wenn die Person aus dem Video später im Sales-Call sitzt, schließt sich der Kreis: „Sie kenne ich doch.” Das Video hat den Erstkontakt vorgewärmt — genau das soll es leisten.

Wann Animation trotzdem gewinnt

Ehrlichkeit gehört dazu: Es gibt Fälle, in denen Animation die bessere Wahl ist.

  • Abstrakte Prozesse: Datenflüsse, Logistikketten, Finanzprodukte — was kein Kamerabild hat, braucht Animation.
  • Software-UI im Detail: Wenn das Interface der Star ist, trägt eine saubere 2D-Animation mit Screen-Design mehr als ein Presenter.
  • Keine präsentierbare Person: Wenn niemand vor die Kamera will oder darf, ist eine gute Animation besser als ein sichtbar unwilliger Presenter.

Oft ist die Antwort auch beides in einem: Realfilm für Vertrauen, Animationssequenzen für die abstrakten Teile. Genau dafür gibt es das Mixed-Media-Format.

Der Entscheidungsbaum: 5 Fragen zur Format-Wahl

Geh die fünf Fragen der Reihe nach durch — am Ende steht deine Antwort.

1. Was soll der Zuschauer danach TUN? Anfragen, testen, kaufen → Erklärvideo. Sich erinnern, vertrauen, bewerben → Imagefilm. Wenn du diese Frage nicht beantworten kannst, ist es für beide Formate zu früh.

2. Wo läuft das Video? Startseite, Messe, Karriereseite → Imagefilm. Produktseite, Landingpage, Sales-Prozess, Onboarding → Erklärvideo.

3. Wie erklärungsbedürftig ist dein Angebot? Versteht ein Fremder in einem Satz, was ihr verkauft? Dann reicht vielleicht der Imagefilm. Braucht es drei Sätze und ein „Moment, wie jetzt?” — Erklärvideo, zuerst.

4. Wer soll auftreten? Gibt es eine Person mit Fachwissen und Präsenz — Gründerin, Produktmanager, Vertriebsleiter? Dann Realfilm. Gibt es niemanden oder ist das Thema abstrakt? Animation oder Mixed Media.

5. Wie viele Videos folgen? Bleibt es bei einem Video, zählt der Einzelpreis. Sind mehrere Produkte, Features oder Prozesse zu erklären, plane von Anfang an als Serie — das ändert die Kalkulation komplett.

→ So geht es nach der Format-Wahl weiter: Ablauf einer Videoproduktion in 7 Phasen

Beispiele: Erklärvideo und Imagefilm aus unserer Produktion

Drei Filme, die den Unterschied zeigen: ein Erklärfilm für ein Forschungsprojekt, ein animiertes Erklärvideo und ein klassischer Imagefilm.

Digital Campus Commerzbank

Commerzbank

Erklärvideo Digital Campus

Die Kombi-Strategie: Imagefilm als Dach, Erklärvideos pro Produkt

Die stärkste Antwort auf „Erklärvideo oder Imagefilm” ist langfristig keine Entweder-oder-Entscheidung, sondern eine Reihenfolge:

  1. Ein Imagefilm als Dach. Er positioniert die Marke, läuft auf Startseite, Messen und der Karriereseite — und hält 2–4 Jahre. Er beantwortet einmal zentral die Frage, wer ihr seid.
  2. Eine Erklärvideo-Serie pro Produkt oder Leistung. Jedes erklärungsbedürftige Angebot bekommt sein eigenes 60–90-Sekunden-Video für Produktseite und Vertrieb. Gleicher Stil, gleicher Presenter, gleiches Studio-Setup.

Der Serieneffekt rechnet sich doppelt. Inhaltlich: Wiedererkennung über alle Videos, dein Vertrieb arbeitet mit einem konsistenten Baukasten. Finanziell: Ab dem zweiten Video derselben Staffel sparst du bei uns bis zu 20 %, weil Konzept, Stil und Setup stehen. Drei Erklärvideos kosten so deutlich weniger als drei Einzelproduktionen.

So arbeiten auch die Unternehmen, mit denen wir produzieren — von Konzernen wie Ford, PwC oder ThyssenKrupp bis zu Wachstumsunternehmen wie Enpal: ein markenprägendes Dachformat, darunter Formate, die im Alltag verkaufen, erklären und rekrutieren.

Und wenn dein Engpass gerade nicht das Produktverständnis ist, sondern offene Stellen: Dann ist die erste Ableitung aus dem Imagefilm kein Erklärvideo, sondern ein Recruiting-Video — auch dafür gilt die gleiche Serienlogik.

Der Imagefilm zeigt, wer euer Unternehmen ist — er arbeitet mit Emotion und baut Vertrauen in Marke und Arbeitgeber auf. Das Erklärvideo zeigt, was ihr anbietet und wie es funktioniert — es schafft Verständnis und zielt auf Anfragen. Kurz: Imagefilm = WER, Erklärvideo = WAS und WIE.