Deichmann
Was kostet ein Werbespot? Ehrlicher Preisguide für Unternehmen [2026]

Christian Schmitz
8 Min.
Kurze Antwort vorab: Ein Werbespot kostet marktüblich zwischen 3.000 € und 500.000 € netto. Die Spanne reicht vom Social-Media-Ad bis zur nationalen TV-Kampagne mit Prominenten. Bei CREAVE in Leverkusen starten Social-Ad-Pakete mit mehreren Spots an einem Drehtag ab 3.900 € und sind in 2 bis 4 Wochen fertig, die meisten liegen zwischen 4.500 und 12.000 €. TV-Kampagnen starten ab 30.000 €.
Die große Spanne ist keine Ausrede, sondern ehrlich: Dieser Guide sortiert die Preisklassen, erklärt die Kostenfaktoren und zeigt, wo du sparen kannst, ohne dass man es dem Spot ansieht.
Und das Wichtigste zuerst, weil es der häufigste Denkfehler ist: Produktion und Mediabudget sind zwei getrennte Posten. Die Produktion ist der Film. Das Mediabudget ist die Ausspielung — TV-Sendeplätze, YouTube-Ads, Social-Kampagnen. Wer ein festes Gesamtbudget für „Werbung“ einplant, muss beides daraus bezahlen. Faustregel für Kampagnen: Das Mediabudget liegt oft beim Zwei- bis Fünffachen der Produktionskosten.
Werbespot Kosten: die drei Preisklassen im Überblick
| Klasse | Einsatz | Marktübliche Produktionskosten (netto) |
|---|---|---|
| Social-/Performance-Ads | Instagram, TikTok, YouTube, LinkedIn Ads | 3.000–10.000 € |
| Online-/Regional-TV-Spot | YouTube, Streaming, regionales TV, Kino | 10.000–80.000 € |
| Nationaler Kampagnen-Spot | nationales TV, Kampagne über mehrere Kanäle | 50.000–500.000 €+ |
Marktbelege: Preisguides deutscher Produktionen nennen für 2026 einfache Produkt- und Online-Spots ab 10.000–20.000 €, TV-Spots ab etwa 30.000 € (Company 11), die Spanne für TV-Produktionen wird je nach Anbieter mit 5.000–30.000 € angegeben (muthmedia), Social-Content startet deutlich darunter (ROCC Film). Dazu kommt seit kurzem eine vierte Kategorie: KI-gestützte Spots (Avatar- oder generative Produktion) ab ca. 800–12.000 € (That Works Media) — mehr dazu unten.
Klasse 1: Social-/Performance-Ads (3.000–10.000 €)
Kurz (15–30 Sekunden), schnell produziert, auf eine Botschaft zugespitzt. Der Punkt ist hier nicht ein einzelner perfekter Film, sondern mehrere Varianten zum Testen: unterschiedliche Hooks, Formate (9:16, 1:1, 16:9), Längen. Eine gute Ad-Produktion liefert dir 3–6 Schnittvarianten aus einem Drehtag.
Bei CREAVE: Social-Ad-Pakete starten ab 3.900 € — mehrere Spots und Varianten an einem Drehtag, produziert im Studio unseres Schwesterunternehmens Robidia (KI-gestütztes Kamera-Tracking, Greenscreen), die Basis für A/B-Tests. Den Festpreis für deinen Umfang bekommst du im Angebot.
Klasse 2: Online-/Regional-TV-Spot (10.000–80.000 €)
Hier kommen die Zutaten dazu, die einen Spot nach „Fernsehen” aussehen lassen: ein ausgearbeitetes Konzept mit Storyboard, gecastete Darsteller, Locations oder Studiobau, größere Crew, aufwendigere Postproduktion (Color Grading, Sounddesign, ggf. VFX). Ein 20–30-Sekünder in dieser Klasse braucht typisch 1–2 Drehtage und 6–10 Wochen Vorlauf.
Bei CREAVE: TV-Kampagnen starten ab 30.000 €, den genauen Umfang kalkulieren wir individuell nach Konzept — Referenzen: TV-Spots für Deichmann („Fashion Infection”) und Bidi Badu („Tennis is not a white sport”) sowie ein Imagespot zum Ford Puma.
Klasse 3: Nationaler Kampagnen-Spot (marktüblich ab 50.000 €)
Agentur-Kreation, bekannte Gesichter, mehrere Drehtage, Musik-Lizenzen für bekannte Tracks, nationale Buyouts. Wenn du in dieser Liga spielst, ist dieser Artikel nicht deine Budgetgrenze — aber die Kostenfaktoren unten gelten trotzdem.
Die 7 größten Kostenfaktoren (und was sie treiben)
- Idee & Konzept. Die beste Kostenkontrolle ist ein präzises Konzept. Änderungen am Drehtag oder im Schnitt sind der teuerste Weg, eine Idee zu finden.
- Cast & Buyouts. Darsteller kosten doppelt: Tagesgage plus Nutzungsrechte (Buyouts) — gestaffelt nach Kanal, Reichweite und Laufzeit. Ein Darsteller „für immer und überall” kostet ein Vielfaches von „12 Monate online DACH”. Das ist der am häufigsten unterschätzte Posten.
- Locations vs. Studio. Jede Location bedeutet Scouting, Miete, Genehmigungen, Umbau-Zeit, Fahrtwege. Ein Studiotag ersetzt oft zwei Location-Tage.
- Drehtage & Crewgröße. Der Drehtag ist die teuerste Einheit der Produktion (Crew, Technik, Catering, Versicherung). Gute Planung presst maximal viel in einen Tag — ohne dass die Qualität kippt.
- Postproduktion & VFX. Schnitt und Grading sind kalkulierbar; Animationen, Compositing und Retusche sind es nur mit sauberem Storyboard.
- Musik. GEMA-freie Produktionsmusik: ab wenigen hundert Euro. Ein bekannter Track: vier- bis sechsstellig, je nach Reichweite. Alternativ: Komposition (Custom Score) im niedrigen vierstelligen Bereich.
- Nutzungsrechte des Films selbst. Auch die Produktion wird nach Nutzung lizenziert: online only, TV regional, TV national, zeitlich begrenzt oder unbegrenzt. Kauf nur die Kanäle, die du wirklich bespielst — nachlizenzieren geht immer.
Sparhebel, die man dem Spot nicht ansieht
- Studio statt Location-Zirkus: Im Robidia-Studio drehen wir mit KI-Kamera-Tracking und Greenscreen — virtuelle Sets statt teurer Motive, wiederholbare Kamerafahrten statt langer Einricht-Zeiten. Gerade für Produkt- und Erklär-Spots halbiert das oft die Drehkosten.
- Ein Dreh, viele Assets: Wer den TV-Spot dreht, sollte am selben Tag die Social-Varianten, Stills und Behind-the-Scenes mitnehmen. Das ist unser Standard-Vorgehen — der Aufpreis ist klein, der Content-Gewinn groß.
- Rechte nach Bedarf: Buyouts nur für die Kanäle und Zeiträume kaufen, die im Mediaplan stehen.
- Erst testen, dann skalieren: Die Social-Version vor dem TV-Rollout schalten. Wenn die Botschaft in 15 Sekunden auf TikTok nicht funktioniert, rettet sie auch der 30-Sekünder im Abendprogramm nicht.
- KI dort, wo sie passt: KI-Avatare und generative Spots sind 2026 für Performance-Tests interessant (ab ca. 800–2.500 € für Avatar-Formate). Für Marken-Spots mit Emotion und echten Menschen bleiben sie ein Kompromiss — wir beraten ehrlich, wann welches Werkzeug reicht.
Werbespot-Beispiele aus unserer Produktion
Vom 30-Sekunden-TV-Spot bis zum Kampagnenfilm: Diese Spots zeigen, was in den verschiedenen Preisklassen möglich ist.

Salitos
„Viva Danny Trejo“

Enpal
TV-Spot
Werbespot oder Imagefilm — was brauchst du?
Kurz: Ein Werbespot verkauft eine Botschaft, ein Imagefilm erklärt eine Marke. Der Spot ist 15–30 Sekunden lang, auf ein Ziel zugespitzt und lebt von der Ausspielung (Mediabudget dahinter). Der Imagefilm ist 60–180 Sekunden lang, arbeitet auf deiner Website, im Vertrieb und auf Messen — ohne Mediabudget. Viele Unternehmen brauchen erst den Imagefilm (Vertrauen), später den Spot (Reichweite). Die ausführliche Kostenaufstellung findest du im Preisguide „Was kostet ein Imagefilm”.
Realistischer Zeitplan
| Phase | Dauer |
|---|---|
| Briefing & Angebot | 1 Woche |
| Konzept, Storyboard, Casting, Locations | 2–4 Wochen |
| Dreh | 1–2 Tage |
| Postproduktion (Schnitt, Grading, Sound, Grafik) | 2–3 Wochen |
| Korrekturen & Ausspielformate | 1 Woche |
| Gesamt | 6–10 Wochen |
Für TV zusätzlich: Sendefähigkeits-Prüfung und Materialanlieferung an die Vermarkter einplanen. Wenn dein Spot zu einem festen Termin (Messe, Produktlaunch, Saisonstart) laufen soll: rückwärts terminieren und früh anfragen.
Die Produktion eines professionellen 30-Sekünders liegt marktüblich zwischen 10.000 und 80.000 € netto — je nach Cast, Locations und Postproduktion. Social-Ad-Spots gibt es am Markt ab 3.000–4.000 €, nationale Kampagnen-Spots kosten marktüblich sechsstellig. Bei CREAVE starten Social-Ad-Pakete mit mehreren Spots an einem Drehtag ab 3.900 €, die meisten liegen zwischen 4.500 und 12.000 €; TV-Kampagnen starten ab 30.000 €. Das Mediabudget für die Ausspielung kommt on top. Jedes Projekt hat eigene Anforderungen, deshalb kalkulieren wir es einzeln. Nach dem kostenlosen Erstgespräch bekommst du ein Angebot mit Festpreis für den vereinbarten Umfang. Kommt später etwas dazu, kalkulieren wir es separat.
