Recruiting-Video Beispiele: 4 Formate, die Bewerbungen auslösen

Christian Schmitz
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Christian Schmitz

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Ein Recruiting-Video, oft auch Recruitingfilm genannt, hat einen einzigen Zweck: Die richtigen Leute sollen sich bewerben, und die falschen sollen es lassen. Das klingt banal, trennt aber die meisten Beispiele im Netz in zwei Gruppen. Die eine zeigt lachende Teams in hellen Büros und könnte von jedem Arbeitgeber stammen. Die andere zeigt einen echten Arbeitsplatz, echte Kollegen und manchmal sogar die Gehaltsspanne. Die zweite Gruppe löst Bewerbungen aus.

Welche Art von Film du brauchst, hängt davon ab, wen du suchst und wo diese Menschen unterwegs sind.

Die vier Formate im Überblick

FormatWorum es gehtHauptkanalZielgruppe
ArbeitgeberfilmKultur, Werte, Arbeitsumfeld, TeamKarriereseite, Messealle Bewerbenden
JobportraitEin Berufsbild, erzählt von Menschen, die es machenStellenanzeige, KarriereseiteFachkräfte für eine konkrete Stelle
Social-Recruiting-ClipKurz, vertikal, mit starkem EinstiegInstagram, TikTok, LinkedIn, Facebookauch Menschen, die gerade nicht suchen
Azubi-VideoLocker, auf Augenhöhe mit der jungen ZielgruppeTikTok, Instagram, AusbildungsmessenSchülerinnen und Schüler

1. Der Arbeitgeberfilm

Der Arbeitgeberfilm (oft Employer-Branding-Film oder klassischer Recruitingfilm genannt) ist das filmische Aushängeschild deiner Arbeitgebermarke. Er zeigt, wie es bei euch aussieht, wer dort arbeitet und was euch von anderen unterscheidet. Er läuft auf der Karriereseite, am Messestand und als Kurzfassung auf Social Media.

Achte bei Beispielen darauf, ob der Film etwas Konkretes über den Arbeitsalltag sagt. „Wir sind ein junges, dynamisches Team” sagt jeder. Eine Schichtleiterin, die erklärt, warum sie nach der Elternzeit zurückgekommen ist, sagt etwas.

2. Das Jobportrait

Ein Berufsbild im Fokus: Echte Mitarbeitende erzählen, was sie den Tag über tun, was ihnen gefällt und was anstrengend ist. Gute Jobportraits nennen die Gehaltsspanne und die Benefits, statt sie in Floskeln zu verstecken.

Das Format passt dorthin, wo Bewerbende sich bereits für eine konkrete Stelle interessieren: in die Stellenanzeige und auf die Karriereseite. Ein Unternehmen mit mehreren schwer zu besetzenden Rollen dreht am besten ein Portrait pro Berufsbild.

3. Der Social-Recruiting-Clip

Kurze, plattformgerechte Videos für Instagram, TikTok, LinkedIn und Facebook. Sie erreichen auch Menschen, die gerade nicht aktiv suchen, aber offen für einen Wechsel wären. Die ersten drei Sekunden entscheiden, ob jemand weiterschaut.

Bei Beispielen lohnt sich der Blick aufs Format: Ist der Clip hochkant gedacht, oder ist es ein 16:9-Film, der auf 9:16 beschnitten wurde? Der Unterschied fällt sofort auf, weil Köpfe am Bildrand abgeschnitten sind und Text zu klein wird. Vertikale Fassungen sollten einen eigenen Schnitt bekommen. Welche Formate die einzelnen Plattformen verlangen, steht unter Social-Media-Plattformen.

4. Das Azubi-Video

Wer Auszubildende sucht, muss dorthin, wo Schülerinnen und Schüler ohnehin unterwegs sind. Azubi-Videos laufen deshalb vor allem auf TikTok und Instagram und am Stand von Ausbildungsmessen. Tonalität, Schnitt und Musik unterscheiden sich deutlich von einem Film für Fachkräfte.

Das beste Azubi-Video wird oft von Azubis getragen: Sie erzählen, wie ihr erster Monat war, was sie überrascht hat und was sie sich anders vorgestellt hatten. Ein Beispiel, in dem nur die Ausbildungsleitung spricht, erreicht die Zielgruppe schlechter.

Checkliste: Woran du ein gutes Recruiting-Video erkennst

Diese sechs Punkte sind zugleich die wichtigsten Tipps für deinen eigenen Recruitingfilm, egal in welchem Format.

  1. Echte Menschen statt Models. Bewerbende wollen sehen, mit wem sie arbeiten werden.
  2. Kein auswendig gelernter Text. Wer ein Skript bekommt, liest es ab. Wer ein vorbereitetes Gespräch führt, erzählt.
  3. Konkrete Informationen. Arbeitsplatz, Schichten, Team, im besten Fall Gehaltsspanne und Benefits.
  4. Ein Film pro Zielgruppe. Ein Video für IT-Fachkräfte funktioniert anders als eines für Azubis.
  5. Hochkant-Fassungen mit eigenem Schnitt. Für Stellenanzeigen, Stories und Reels.
  6. Untertitel. Damit der Clip auch ohne Ton funktioniert, im Feed genauso wie am Messestand.

Wie lang sollte ein Recruitingfilm sein?

Die optimale Länge hängt vom Kanal ab, nicht vom Budget:

FormatTypische LängeWo es läuft
Hauptfilm Karriereseite60 bis 90 SekundenKarriereseite, YouTube
Ausführlicher Arbeitgeberfilm oder Jobportrait2 bis 3 MinutenKarriereseite, Messe, Bewerbungsgespräch
Social-Recruiting-Clip15 bis 60 Sekunden, hochkantInstagram, TikTok, LinkedIn, Stellenanzeige

Unsere Recruitingfilme für TÜV Rheinland und Herkules liegen bei zwei bis drei Minuten. Das funktioniert, weil sie konkret vom Arbeitsalltag erzählen und Bewerbende genau diese Informationen suchen. Für Social Media gilt das Gegenteil: Was in den ersten drei Sekunden nicht trägt, wird weggewischt. Plane deshalb von Anfang an beides, den Hauptfilm und die kurzen Hochkant-Fassungen aus demselben Dreh.

Was ein Recruiting-Video kostet

Bei CREAVE beginnt ein Recruiting-Video mit einem Drehtag im Unternehmen, einem Hauptfilm von 60 bis 90 Sekunden mit echten Mitarbeitenden und zwei vertikalen Cutdowns ab 4.900 € netto, Lieferung in drei Wochen. Das Employer-Branding-Paket mit zwei Drehtagen, mehreren Mitarbeiter-Stories und fünf oder mehr Cutdowns startet ab 9.500 €. Den Festpreis für deinen Umfang bekommst du im Angebot. Die Marktpreise, alle Preisfaktoren und eine Rechnung, ab wann sich das Video über eine schneller besetzte Stelle refinanziert, stehen im Artikel Was kostet ein Recruiting-Video?. Was dich jeder Tag mit unbesetzter Stelle kostet, rechnet der Vakanzkosten-Rechner für dich aus.

Beispiele von CREAVE

Unsere Recruiting-Projekte, darunter die Recruiting-Filme für TÜV Rheinland und der Recruitingfilm für Herkules, findest du unter Projekte. Alle Pakete und Formate stehen auf der Seite Recruiting-Video.

Vier Grundformen: der Arbeitgeberfilm (Employer-Branding-Film) für Karriereseite und Messe, das Jobportrait zu einem konkreten Berufsbild, der kurze Social-Recruiting-Clip für Instagram, TikTok und LinkedIn und das Azubi-Video für die junge Zielgruppe. Aus einem gut geplanten Dreh entstehen oft mehrere davon.